JAN VAN SCHAIK.
Nach dem Schulbesuch wird Jan van Schaik zunächst in verschiedenen Hilfsstellen tätig. Dann absolviert er eine Lehre zum Wurstmacher und arbeitet mehrere Jahre in diesem Beruf. Von 1930 bis 1935 ist er Mitglied der Kommunistischen Partei in den Niederlanden, der CPN. Nach einer Zeit der Erwerbs­losigkeit wird van Schaik zur „Pflichtarbeit“ herangezogen. Ende 1939 kann er in seinem Beruf bei der niederländischen Wehrmacht arbeiten. Er ist verheiratet und Vater eines Kindes.
Als Mitglied der Kommunistischen Partei der Niederlande kommt er 1936 in Kontakt zu Mitarbeitern der internatio­nal agierenden Wollweber-Gruppe, einer von der Kom­munistischen Internationale unterstütz­ten Organisation, die Schiffssabotage betreibt.
Die Gruppe hat vor allem die Aufgabe, deutsche, italienische und japanische Schiffe in Häfen oder auf hoher See in die Luft zu sprengen. Schaik beherbergt illegal lebende Mitarbeiter, übermittelt Post und führt Aufklärungsaufträge durch.

Jan van Schaik wird am 1. Oktober 1940 festgenommen, zuerst in das Konzentrationslager Sachsen­hausen gebracht und von dort am 15. August 1942 ins Strafgefängnis Plötzensee überstellt. Am 17. November 1942 verurteilt ihn der 1. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat” zum Tode. Sein Gnadengesuch vom 16. Januar 1943 wird abgelehnt.
Jan van Schaik wird während der sogenannten Blutnächte am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
https://www.gedenkstaette-ploetzensee.de/totenbuch/recherche
Source: gdw-berlin.de
w.mugge@home.nl